Was nicht auf Anhieb gelingt,
klappt beim zweiten Mal unbedingt.
Der Warmwasserofen hatte ja leider nicht wirklich sonderlich warmes Wasser produziert.
Also das Ganze noch mal aufgesägt...
Minimal-invasiv sieht anders aus.... und einen wasserführenden Rost zusammengeschweißt, direkt über die Feuerstelle montiert und alles wieder zusammengebaut, geschweißt und lackiert:
Die Rohrkonstruktion wasserdicht zu bekommen war gar nicht mal so trivial wie gedacht.Das musste aus Stahl sein, denn Lötverbindungen von Kupferrohren wären sicherlich nicht die langlebigste Lösung über einer Feuerstelle.
Ähm, das muss so über den Hauptschalter tropfen. Machen die Profis ja auch so.Mit diesem Upgrade heizt der Ofen jetzt selbst bei nur mäßiger Befeuerung das Wasser bei 600 l/h von 22 auf 32°C.
Der Warmwasserreaktor läuft also wieder und der Planschbeckenbeheizung steht somit auch nichts mehr im Wege!
Eigentlich bin ich ja längst noch nicht mit dem Pizzaofen-Grill fertig, aber weil's Spaß macht habe ich mal kurz ein Zwischenprojekt eingeschoben - ein Warmwasserofen zur Beheizung des Kinderplanschbeckens:
Bauanleitung: man nehme eine alte Heizungs-Druckausgleichskugel, halbiere sie und baue den Rest drumherum.
Der Plan war: ordentlich Feuer im Kessel machen, durch die Abwärme Wasser aus dem Planschbecken aufwärmen und nebenbei 'ne kleine Pizza aufbacken.
Nicht nur warmes Wasser, auch warmes Essen direkt vom Pizzastein ist machbar.
Was das Aufbacken angeht, dieser Teil des Planes funktioniert:
Für Toast offensichtlich viel zu heiß, aber für Kartoffelgratin optimal.
Nur die Idee mit dem Warmwasser funktioniert leider bislang nicht überzeugend.
Ohne Wasser wurde die Kupferwendel derart heiß, dass sie lila anlief. Aber wenn ich das Warmwasser-Setup vom letzten CCCFr-Camp anschließe, geht es mit 15 °C rein und kommt mit 17 °C wieder raus.
Einen Eimer voll Spülwasser bekommt man damit zwar innerhalb menschlicher Zeitbegriffe heiß, aber um ein ganzes Planschbecken aufzuheizen ist das ΔT ein bisschen zu lang.
Auch das Verkleiden der Kuppel mit einer zweiten Lage Blech und Wärmedämmung hat nichts geholfen:
Die Warmwasseranlage im Überblick.
Da werde ich wohl noch etwas tüfteln müssen...
Heute habe ich wieder mal ein Langzeitprojekt abgeschlossen.
"Langzeit", weil dieses Modell jetzt schon Monate auf meinem Arbeitstisch lag und ich nur hin und wieder was daran gemacht hatte:
Die "Marco Polo", ein Raumschiff aus den SciFi-Romanen um Perry RhodanIn den Romanen ist die Marco Polo, Baujahr 3437, das erste Ultraschlachtschiff seiner Art mit 2500m Durchmesser und zahlreichen Hangars für Beiboote.
Ein leichter Hang zur Gigantomanie zieht sich angeblich ja durch die ganze Romanserie...
Dem Bausatz von Revell hätte es vielleicht auch ganz gut getan, etwas größer und damit auch exakter auszufallen. Offen gesagt habe ich bislang noch kein derart nervig zeitraubendes Modell von Revell gebaut.
Viel Spachtel- und Schleifarbeit wartet auf den ModellbauerDabei machte der Bausatzinhalt zunächst eigentlich einen ganz guten Ersteindruck.
Das Raumschiff wird aus zwei Halbschalen gebaut, welche ihrerseits aus mehreren Segmenten zusammengeklebt werden. Abgerundet wird das Ganze durch mehr als hundert Decals.
Allerdings ließ bei meinem Modell die Passgenauigkeit doch sehr zu wünschen übrig, so dass der Bau in einer wüsten Spachtel- und Schleiforgie ausartete.
Und die Decals haben leider einen extremen Hang zum Silvering, was ich jedoch erst nach dem Klarlackfinish bemerkte :-( Trotz all der Zeit und Nerven für den Bau der Hülle habe ich mir es dann trotzdem noch extra schwer gemacht und beschlossen das Modell zu beleuchten. Den Anfang machten 20 orangefarbene 3mm-LEDs für die unteren Antriebswerke, welche ich dauerhaft leuchten lasse:
Für die Fenster in der oberen Halbkugel bohrte ich mit einem 0.5mm-Bohrer unzählige Löcher. Angesichts des Modellmaßstabs hätten die Fenster dann zwar einen stattlichen Durchmesser von gut 8 Metern, aber ein dünnerer Bohrer würde vermutlich doch nur abbrechen.
Ein Arduino Nano sorgt für ein Lauflicht am Nordpol. Die Fenster werden mit einem LED-Ring beleuchtet.Die Fensterbeleuchtung funktioniert eigentlich ganz ausreichend, ist aber blickwinkelabhängig.
Und weil es dann immer noch nicht aufwendig genug war, habe ich noch eine Diorama-Bodenplatte für das Modell gestaltet:
Kleine Mondlandschaft aus Holzplatte, Gips und Styrodurbrocken.
Und als kleines i-Tüpfelchen noch "schnell" ein Beiboot und ein pyramidenförmiges Gebäude auf die Oberfläche gesetzt. Natürlich auch beleuchtet:
Zwei der Landebeine des Beibootes sind Drähte, welche durch die Bodenplatte hindurch führen und in einer SMD-LED in der 3D-gedruckten Kugel (ca. 6mm Durchmesser) enden.
Die Kugel ist aus transparentem PLA und mit der Airbrush lackiert. Durch vorsichtiges Abkratzen der Farbe mit einer Nadel entstehen winzige beleuchtete Fenster. Bei der Pyramide wurde das gleiche Verfahren angewendet.
War die Mühe wert: offene, beleuchtete Hangars im Äquatorring.
Angesichts der vermurksten Passgenauigkeit der beiden Halbschalen und der silbrigen Decals ist der Beste Eindruck des Modells aber definitiv im Halbdunkeln; dann kommt auch die Beleuchtung am besten zur Geltung:
Ein Beiboot der Marco Polo landet vor einem sonderbarem Aliengebäude auf einem abgelegenen Mond.
Dem dieses Jahr leider verstorbenen Peter Lustig zu Ehren haben wir im CCC-Freiburg heute den ersten CCCFr-Löwenzahntag für Kinder veranstaltet.
Als Memo für's nächste Mal:
Alte Geräte auseinanderschrauben, um zu entdecken, was drin ist und wie es funktioniert, kommt sehr gut an bei den Kids.
Experimente mit Haushaltsmitteln finden ebenfalls reges Interesse (unten im Bild beispielsweise der Eingenbau-CO²-Feuerlöscher aus Natron und Essig).
Die Kleineren sind mit Basteln mit Papier und Pappe schon zufrieden.
Nächstes Mal vorab mehr Werbung für das Event machen!