Meer macht glücklich ...

... selbst, wenn es nur ein Eimer voll ist. Von Kind an habe ich immer wieder mal verschiedene Aquarien gehalten. Mal kleinere, mal größere. Und auch heute steht noch ein kleines Süßwasserbecken bei uns im Flur. Um Meerwasseraquaristik jedoch habe ich trotz großem Interesse immer einen Bogen gemacht, weil zu schwierig, weil zu aufwändig und vor allem weil zu teuer. Das salzige Nass gilt ja nicht von ungefähr als die "Königsklasse" der Aquaristik. Aber mit zunehmendem Alter werden auch die Hobbies zunehmend teurer (altbekanntes Männerphänomen) und so kommt es, dass ich mir nun den schon lange gehegten Wunsch erfüllt habe und zumindest in bescheidener Größe von knapp 30 Liter endlich in die Meereswelt eintauche:
Newa More 30R
Noch recht unspektakulär: das Becken am zweiten Tag
Das Aquarium basiert auf dem Nano-Set Newa More 30R und beinhaltet bereits die ganze Technik mit Pumpe, LED-Lampe, Heizer und sogar Abschäumer. Aber ich muss auch unumwunden gestehen, es waren eigentlich gar nicht nicht die 'inneren Werte', welche bei mir die Kaufentscheidung gegenüber vergleichbaren Alternativen gemacht haben, sondern das ansprechende Äußere (auch so ein Männerphänomen). Der alleinige Blick auf das hübsche Design rächt sich aber natürlich meist sehr schnell und so habe ich zuhause dann auch erst realisiert, dass serienmäßig gar keine Abdeckung dabei ist. Das ist bei Aquarien erstens aus naheliegenden Gründen schlecht, wenn man Katzen im Haushalt hat und zweitens schlecht, weil ohne Abdeckung auch schneller Wasser verdunstet und man bei dieser Beckengröße dann ständig am Nachfüllen ist. Also habe ich mittels 3D-Drucker, einem Reststück Acrylglas und der Bandsäge flugs einen passenden Deckel samt Halterungen gebastelt und diesem Mangel Abhilfe verschafft. Nun sind 3kg Lebendgestein im Becken und ich warte mal ab, wie sich die Wasserbiologie in den nächsten Wochen so entwickelt. Updates hierzu werden folgen.

Frühförderung im Computer-Club

Die Sendung mit der Maus veranstaltet jährlich einen "Maus-Türöffnertag", an dem Unternehmen, Vereine, Labore, usw. ihre Türen für interessierte Kinder öffnen. Und heute haben wir im Freiburger-Computerclub mitgemacht und ein buntes Programm für die Kids aufgelegt. Zu sehen gab es bei uns unter anderem 3D-Scanner, unser Elektronik-Labor, wo man LED-Figuren löten konnte und natürlich den Augmented Reality Sandkasten:
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Der Spaß darf aber auch nicht zu kurz kommen und darum konnte unter dem Stichwort "Retro-Gaming" der potentielle Hacker-Nachwuchs mal so richtig die Sachen zocken, die schon die Eltern gespielt haben.
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Spielhallen-Atmosphäre im Club - ob am uralten, noch rein mechanischen Flipper oder an der PlayStation 1 von 1994.
Neben dem Spielen vieler alter DOS-Klassiker konnte man am Computer aber auch selbst zum Entwickler werden - sei es per Baukastenprinzip einfache Games selbst zu erstellen oder am nostalgischen 286er wie vor 30 Jahren in QBasic die ersten Schritte im Programmieren zu üben.
3D-Scan3D-Scan
Die einen erstellen selber eigene Spiele, die anderen versuchen Papas alten Rundenrekord von damals zu brechen.
Nun mal sehen, ob vom Interesse etwas hängen bleibt und vielleicht sogar die ein oder andere technische Laufbahn angestoßen wurde.

Holpriger Start: Star Trek Discovery

Leute, ich muss jetzt mal ein bisschen motzen. Als Science-Fiction-Fan habe ich ein natürlich auch gewisses Faible für Star Trek, wie man vielleicht vermuten kann. Aber abgesehen davon, dass ich ein paar Worte Klingonisch kann, würde ich mich jetzt nicht gerade als Hardcore-Trekkie bezeichnen, der auswendig jedes Spezialdetail und alle Hintergründe zu jeder Episode aufsagen kann, in Spocks Uniform spazieren geht und zuhause Film-Requisiten hortet. Und doch kommt mir altem 90er-Jahre Fernsehkind beim Schauen der Next Generation Folgen immer noch Gänsehaut beim Intro und es stellt sich das vertraute Star-Trek-Feeling ein. Star Trek: Discovery LogoBei der neuen Star-Trek-Serie Discovery knüpft in den ersten beiden Folgen einzig die hervorragend gespielte Capt. Georgiou - "Die Sternenflotte schießt nicht zuerst!" - daran an, der Rest ist leider im Wesentlichen ein ziemlich beliebiges Weltraumgeballer. Und ich gehe hier natürlich davon aus, dass die Zielgruppe schon in erster Linie die Fans sind, denn für alle anderen fehlt komplett eine notwendige Einleitung, warum da so viele komische Kreaturen auf dem Schiff der Menschen sind, was überhaupt die Sternenflotte ist, wer die Klingonen sind und warum wir die nicht einfach über den Haufen schießen. Die zugegeben beeindruckende Bildgewalt vermag dann aber auch für die Fans nicht die vielen kleinen und großen Ungereimtheiten zu überdecken: Warum hat ein Sternenflottenschiff schon 10 Jahre vor Kirks rustikaler NCC-1701 Enterprise schicke Holo-Kommunikatoren und überall modern glänzende Touchscreens? Oder warum hat die erste Offizierin, die bei Vulkaniern aufwuchs, so viel emotionale Selbstkontrolle wie ein gereizter Klingone? Oh, und wo wir gerade bei Klingonen sind, warum zum Geier hat man das Erscheinungsbild der Klingonen so abartig verändert? Sollen diese kahlen Hallowen-Fratzen ein blöder Witz sein? toDuj 'oS rol - Ein Bart ist ein Symbol des Mutes, heißt es bei den Klingonen! Na wenigstens sprechen sie untereinander viel Klingonisch. Da kommen die Fans dann doch wieder etwas auf ihre Kosten. Ihren Anführer, T’Kuvma, würde ich jedoch gerne zum Logopäden schicken. Solange, bis er nicht mehr minutenlang. Jedes. Verdammte. Wort. Einzeln. In. Seinen. Fehlenden. Bart. Nuschelt. Ehrlich Leute, das klingt doch mehr nach Schlaganfall als nach Kriegsfürst! Ok, was haben wir sonst noch?
  • Ein phantasieloses Intro, das genauso gut ein Werbeclip für irgendein ein CAD-Tool sein könnte. Laaangweiliiig!
  • Kurios: das namensgebende Raumschiff taucht in den ersten beiden Folgen kein einziges Mal auf / wird nicht mal erwähnt.
  • Eine sich ewig hinziehende Eröffnungssequenz auf einem Wüstenplaneten, die rein überhaupt gar nichts mit der späteren Handlung zu tun hat. Wozu?
  • Bat'leths, die nicht wie Bat'leths aussehen. Hättet ihr doch nur jemanden gefragt!
  • Ein Sternenflottenschiff (USS Shenzhou), dessen Brücke nicht auf Deck 1 ist sondern unten an der Untertassensektion hängt. What!?
  • Ein Computer der Gefängniszelle des Schiffs, der sich überreden lässt dich freizulassen, wenn du nur genug jammerst. Ja, ernsthaft.
  • Jede Menge nervige Lens Flares in den Weltraum-Szenen.
  • Und, und, und ...
Discovery Werbeplakat
Ein großes Werbebanner im Stuttgarter Hauptbahnhof zeigt die neuen ... oh fuck ... also die neuen ... NEIN! Nein sorry, aber das sind einfach keine Klingonen! Vergesst es! Fertig, aus.
Kurz und milde gesagt: bis jetzt bleibt die neue Serie noch gaaaanz weit hinter den Erwartungen zurück und wirft mal eben alles über den Haufen, was Star Trek ausmacht. Gerade was die Integration in die bisherigen Filme betrifft, hat Star Wars mit Rouge One vorgemacht, wie der Übergang zwischen alt und neu viel bruchfreier und eleganter zu bewerkstelligen ist. Mal schauen, wie das weiter geht und ob Discovery dafür vielleicht doch noch an anderer Stelle punkten kann.

Arachnophobie anyone?

Dann besser nicht weiterlesen. Wir haben nämlich eine neue achtbeinige Hausbewohnerin. Naja, eigentlich eine alte Hausbewohnerin, die aber jetzt aus dem Keller in ein neues Zimmer umgezogen ist:
Winkelspinne
Darf ich vorstellen? Eratigena atrica, eine Große Winkelspinne.
Ihr neues, luxuriöses Heim steht bei uns im WC und dient sowohl der Desensibilisierung der weiblichen Familienmitglieder als auch (als Kollateralschaden) nichts ahnender Gäste mit Harndrang. Und schließlich gilt es ja auch den Erziehungsauftrag wahrzunehmen und den Nachwuchs möglichst schon in frühkindlichem Alter an Naturkunde heranzuführen. Kind #3 jedenfalls teilt die Begeisterung seines Vaters für die Fütterungszeiten, wenn nervige, dumme Dusselfliegen und diese elendigen, fiesen Schnaken ihr verdientes Ende in der Spinnenarena finden. Ring frei!