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Hack-Mac: der iMac-Umbau zum PC

Auf der Retro-LAN 7 hatte ich als Zweitsystem (falls der eigentliche Rechner den Geist aufgibt) meinen iMac-PC mit - einen Komplettumbau eines iMac G3 aus dem Jahr 2001 zum Retro-PC mit Windows XP:
Hack-Mac
Zwar hatte ich bislang nie was mit der Apple-Religion und deren Produkten am Hut, aber letztes Jahr hatte ich mich ein bisschen mit Computerdesign beschäftigt und da kommt man natürlich nicht an diesem ikonischen Design vorbei. Tja, und eh' ich mich versah, hatte ich mir so ein Teil via Kleinanzeigen beschafft. 😅 Und irgendwie hatte ich kurz darauf dann plötzlich schon zwei Exemplare von dieser Sorte bei mir stehen ... Manchmal häuft sich hier auf geradezu unerklärliche Weise Hardware in meinem Bastelkeller an... 🙈 Jedenfalls sind zwei iMacs dann doch irgendwie einer zu viel und ich beschloss einen davon zum Windows-PC umzubauen. Das ist an und für sich keine neue Idee und entsprechende Umbauprojekte gab es seit der Markteinführung der iMacs zuhauf, aber allen gemein war, dass die Bildröhre ausgebaut und durch einen Flachbildschirm ersetzt wurde. Im so freigewordenen Raum findet sich dann genug Platz für PC-Hardware.
CRT
Ohne Bildröhre wäre hier viel Raum für PC-Kram.
Ich wollte aber die Bildröhre auf jeden Fall beibehalten und das Erscheinungsbild des iMacs so wenig wie möglich verändern. Das schränkt dann etwas ein. Vor allem den Bauraum. Ich habe darum das gleiche kleine ITX-Mainboard wie schon beim Toaster-PC verwendet und nach einigem Runden "Das passt da niemals noch mit rein!" die ganze PC-Hardware einschließlich Grafikkarte, Netzteil und Kabelsalat doch noch irgendwie untergebracht:
CRT
Fast so vollgestopft, wie im Toaster
Für den Anschluss einer iMac-Bildröhre an eine Grafikkarte gibt es praktischerweise ein Projekt auf Github samt Nachbauanleitung um aus einem iMac einen VGA-Röhrenmonitor zu basteln. Das kam mir sehr gelegen, statt mühsam selber herausfinden zu müssen wie und wo die Signale verlaufen. Das Hauptproblem war aber eigentlich, dass die Bildröhre nur gaaanz bestimmte Auflösungen bei gaaanz bestimmten Frequenzen als Eingangssignal akzeptiert und andernfalls einfach stoisch aus bleibt. Apple halt. 🙄 Für einen Gaming-PC, bei dem ständig zwischen verschiedenen Bildmodi der Spiele gewechselt wird, ist das natürlich überhaupt nicht gangbar. Mit viel Glück und Zufall habe ich jedoch auf eBay einen Konverter gefunden, der beliebige Eingangssignale auf das geforderte Ausgangssignal umformt, nicht zu groß ist und obendrein aus der gleichen Zeit stammt, wie der Rest der Hardware. Es wurde früher verwendet, um unkompliziert unterschiedliche Notebooks von Dozenten/Vortragenden/etc. mit einem Beamer zu verbinden. Der Konverter verzögert das Bildsignal natürlich etwas, was man bei Egoshootern durchaus merkt, aber das war quasi das fehlende, rettende Puzzlestück für dieses Projekt. 😊 Letztlich ist nun so ein einzigartiger Retro-Rechner entstanden, welcher das legendäre Design des iMacs mit dem guten alten Windows XP verbindet:
Hack-Mac: Komplettumbau vom iMac zum WindowsXP-PC
(falls das Video hier nicht lädt, gibt's das auch auf Youtube)

Dritte Oldschool-LAN-Party!

Zum inzwischen dritten Mal haben wir am vergangenen Wochenende die Oldschool-LAN-Party gemacht, wobei "oldschool" bedeutet im Netzwerk miteinander/gegeneinander alte Spiele aus den 2000ern auf alten PCs aus den 2000ern zu zocken. Und an entsprechenden PCs habe ich einiges aufgetischt:
LAN-Party
Im Laufe der letzten zwei, drei Jahre habe ich ein paar schöne Retro-Rechner gebaut...
LAN-Party
... und auch die Zahl der Röhrenmonitore ist gegenüber letztem Mal angewachsen.
Somit ist nun eine richtig authentische Oldschool-LAN-Atmosphäre gegeben! 😊 Da die Zahl der Mitspielenden wie schon letztes Mal vorab etwas unklar war, habe ich im Wohnzimmer noch fix eine "Außenstelle" mit zwei Rechnern aufgebaut. Und mit einer "Chillout-Ecke" mit PlayStation2:
LAN-Party
Hier lief meistens Dragon Ball oder Tekken
Als weitere Neuerung gab es diesmal einen richtigen, zeitgerechten, Windows 2003 Server, welcher nicht nur als DHCP und Fileserver fungierte, sondern auch als dedizierter Spiele-Server Quake3, Counter-Strike und UT99 laufen ließ. 😎 Am meisten gespielt haben wir dann aber Diablo II. Stundenlang, bis in die Nacht...
LAN-Party
Auch ansonsten wieder wie immer: viel Spaß, alte Spiele zocken und Fachsimpeln und in Erinnerungen schwelgen bei reichlich Pizza und Junkfood. 😅 Nur mein Bruder hatte das Ernährungskonzept auf LAN-Parties irgendwie nicht so recht verinnerlicht und fing dann plötzlich mitten in der Nacht an, Teig für Körnerbrötchen zu machen:
LAN-Party
🤣
Die alten PCs haben die LAN relativ gut mitgemacht. Nur der Zebra-Rechner von der Retro-LAN VII war schon wieder zickig und musste zwischendurch durch einen Ersatzrechner ausgewechselt werden. Und der Toaster-PC hatte einen nervig-lauten Lüfter, so dass auch dieser spontan abgelöst wurde. - Jedoch war auf dem Tisch kein Platz mehr und das Monitorkabel ein paar Zentimeter zu kurz bis zum Rechner unter dem Tisch. Also haben wir den Ersatzrechner kurzerhand auf den Kopf gestellt um die Grafikkarte das fehlende Stück näher zum Monitor zu bringen:
LAN-Party
So geht's auch.
Nachdem ich am Freitag den halben Tag mit Aufbau beschäftigt war, gilt es nun alles wieder aufzuräumen und in Küche und Wohnzimmer den Normalzustand wiederherzustellen...
LAN-Party
Das alles und noch viel mehr muss jetzt wieder an seinen Platz finden! 😫
Da nicht jeder in gleichem Maße mit dem Retro-Gaming-Virus angesteckt ist, sind Leihrechner für Gäste für diese Art von LAN-Party schon sinnvoll, aber bei der Menge an Hardware ist das inzwischen auch ganz schön viel Auf- & Abbauarbeit. Konzeptuell muss ich mir da also wohl mal etwas überlegen, damit die Oldschool-LAN weiter wachsen kann. 🤔

Retro-LAN VII

Eine Halle voller Röhrenmonitore und aufgetunter PCs aus der Zeit vor 2006, etwa zwei Dutzend gut gelaunte Gamer, drei Tage und drei Nächte lang Ballern, Lachen, und Fachsimpeln, bei Junkfood und Energydrinks und viel Spaß bei wenig Schlaf - meinereiner war diese Woche wieder in Düren auf der Retro-LAN. Und wieder voll im LAN-Party-Feeling wie früher! 😎
LAN-Party
Hier hat jemand alles richtig gemacht: genau so muss ein Platz auf einer LAN-Party aussehen! 🤣
Ich hatte diesmal wieder das "fette Zebra" mit dabei - den Rechner im Zebralook von vor zwei Jahren. Diesmal aber aufgerüstet zu einem SLI-System, mit dickem Athlon X2 4800+ Prozessor und Seitenfenster mit Blick auf die Wasserkühlung:
LAN-PartyLAN-Party
Mein LAN-Setup
Leider zickte das Zebra bereits an Tag 1 ziemlich rum:
LAN-Party
So was braucht niemand auf einer LAN 🙁
Ich vermute das Problem liegt beim Mainboard. Zwar lief die Kiste nach einem Downgrade auf eine Einzelgrafikkarte mehr oder weniger stabil für den Rest der LAN, aber das ist nun schon mein viertes Board mit NF4-Chipsatz, welches trotz Recap plötzlich anfängt völlig random Ärger zu machen. Und ein unzuverlässiger Rechner ist natürlich der GAU auf einer LAN :-( Wenigstens lief dafür mein Zweitsystem, ein in letzter Minute fertig gewordener Umbau eines Apple iMac zum Windows-PC, unerwartet problemlos. Aber zu diesem schönen Modding-Projekt werde ich ein andermal noch Details erzählen... An schönen Modding-Projekten gab es ohnehin einiges zu bewundern:
LAN-Party
UV-floureszierende Kühlflüssigkeit und massive Rechenleistung hier.
LAN-Party
Und hier wurde die Kühlmittelpumpe kurzerhand einfach im Ausgleichsbehälter versenkt. Somit schon mal eine potentiell undichte Komponente weniger 😅.
Gespielt wurden - der alten Hardware entsprechend - die LAN-Klassiker von damals. Also beispielsweise Serious Sam, Command & Conquer, Flatout sowie natürlich Counter Strike, Unreal Tournament und Quake. Und wenn er sich erst mal richtig warm gespielt hat, dann hat es der alte Cypax immer noch drauf wie früher:
LAN-Party
😎

Ein schlechter Zeitpunkt...

... um sich einen neuen PC zu kaufen. Mein Haupt-PC zeigte in letzter Zeit zunehmend diverse Ausfallserscheinungen. Kann man der Kiste nicht verübeln - die meisten Komponenten sind schließlich noch aus 2011. Kein Witz. Zeit also, mal etwas Kohle in die Hand zu nehmen, um sich einen neuen Rechner zu bauen. Nur leider ist die Zeit gerade geprägt durch absurde Preise für Speicher und Grafikkarten. Das ging in den letzten Wochen komplett durch die Decke und ein Ende davon ist nicht abzusehen. Da hätte ich besser mal schon vor einem halben Jahr aufrüsten sollen. 😕 Oder letztes Jahr nicht so viel mit KI herumspielen sollen 😅 - denn die großen Player (Google, Amazon, Meta, Microsoft, ...) jedenfalls stampfen nun neue KI-Rechenzentren aus dem Boden und kaufen dafür Speicherchips in Unmengen und zu egal welchem Preis. Für irgendwelche PC-Bastler bleibt da nicht viel übrig auf dem Markt und entsprechend steigen dann die Preise. Und da diese Lage allen Prognosen nach wohl erstmal noch schlimmer werden wird, um dann lange schlimm zu bleiben, war es wohl klüger jetzt noch fix zuzugreifen um sich einen Rechner zu bauen:
Neuer PC
Was mir aber an derzeitigen PC-Trends gar nicht gefällt, ist dieser langweilige und unpraktische Aquarium-Look überall: das Gehäuse ist im Prinzip ein Glaskasten mit Beleuchtungsspektakel, bei dem meist die Funktion hinter dem Design zurücksteht. Praktischerweise hatte ich ja noch den "Aschenbecher" - ein großes Gehäuse mit viel Platz, Schächten für optische Laufwerke und trotzdem schick. Und es stinkt inzwischen auch nicht mehr wie eine Raucherkneipe. Für die interessierten Nerds, hier eingebaut sind nun:
  • Asus TUF B850-Plus
  • AMD Ryzen 9 9950X
  • 64 GB Kingston Fury Beast
  • GeForce 5060 Ti 16 GB
Und eine custom Wasserkühlung mit riesigem Radiator, die aktuell aber nur die CPU kühlt. Und ja, bei der WaKü hat mich dann zugegeben auch etwas der Spaß an Beleuchtung gepackt. 😁 Aber neuer PC mit Wasserkühlung und tollem Lichtspektakel hin oder her - absolut still ist so eine Kiste ja trotzdem nie. Und wenn ich konzentriert an etwas arbeiten will, dann kann ich maximal noch das Schnarchen der Katze tolerieren, aber kein Lüfterrauschen in meiner Gegenwart. Darum kommt der schicke PC wie schon sein Vorgänger in den Nebenraum: direkt hinter meinem Monitor gibt es ein faustgroßes Loch in der Wand, da gehen alle Kabel von Maus, Tastatur, Monitoren, etc. durch zum PC und der kann dann dort drüben so viel rauschen wie er will:
Loch in WandNeuer PC
Hübsch und neu und trotzdem ins Kellerloch verbannt.