Kunststoffteile aufbereiten

Bei der letzten Fahrt fing mein kleines Groschengrab furchtbar ungut an zu quietschen. Irgendwo aus dem Motorbereich - genauer war das nicht zu lokalisieren, wenn man drin sitzt. Noch fehlt mir da der Blick um Ursachen für sowas auszumachen und sofern es die Fahrsicherheit betrifft mag ich da eigentlich auch nicht unbedingt selbst herumschrauben. Also habe ich die Quietscheente zur Werkstatt gebracht und für Auswechseln von Getriebelager, Getriebeaufhängung und Schaltungsbuchsen sowie, bei der Gelegenheit, von Kraftstoff- und Luftfilter 600 Euro gezahlt. Tja, so schnell ist's weg, das gute Geld. Nun, zumindest das Quietschen ist jetzt behoben und ich kann wieder beruhigt damit fahren. Und die Filter kann ich künftig sicher auch alleine austauschen. Anyway - eigentlich wollte ich über was ganz anderes schreiben, nämlich über Kunststoffteile am Oldtimer und deren Wiederauffrischen. Irgendein Vorbesitzer des Wohnmobils hat wohl mal a bissele Boxauto gespielt. Jedenfalls waren ein paar Lamellen vom Kühlergrill gebrochen. Das ist funktional zum Glück kein Drama und auch optisch erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Aber ich habe mir trotzdem aus einem Schrottauto einen Ersatzgrill besorgt. Der hat zwar keine Risse oder Brüche, ist aber eben auch nicht mehr neu und entsprechend altersgemäß schon etwas ausgeblichen. Könnte man natürlich einfach übersprühen, aber bei Kunststoffteilen ist das immer so eine Sache - gerade an einer dem Wetter so stark ausgesetzten Stelle. Um nun alte Kisten kosmetisch wieder etwas aufzuhübschen, haben nicht nur Drogerien eine umfangreiche Auswahl an Mittelchen, sondern auch der Kfz-Bedarf. Also hat das gute Stück nach einem ausgiebigen Reinigungsprogramm von mir eine Pflegekur mit "Nigrin Kuststoff-Neu" erfahren, welches wie Schuhcreme mit einem Schwamm aufgetragen wird. Für gewöhnlich mache ich hier kein Werbeprogramm, aber das Zeug habe ich Anfang des Jahres schon an den Seitenspiegelgehäusen verwendet und bin weiterhin zufrieden damit.
Kühlergrill Ducato 290
Oben: alt, unten: auch alt, aber wieder ansehnlich gemacht.
Und im Hintergrund noch die Müllsäcke mit Alkoven-Gammelholz. Die sollte ich langsam mal wegbringen.
Damit sieht es nun fast schon zu neu aus für meinen Oldi.
Front Ducato 290
Vorher ...
Front Ducato 290
... und nachher. Und nein, der Ölfleck unter dem Motor ist nicht von mir.
Und wenn ich schon mal Empfehlungen vergebe: Auch die verchromten Fiat-Rippchen in der Mitte des Grills habe ich mit "Yachticon Vinyl- und Kunststoffpflege" wieder schön glänzend bekommen. Damit habe ich neulich auch die Kunststofffenster am Aufbau poliert. Somit ist die Front nun ein kleines bisschen ansehnlicher geworden. Nächstes Jahr will ich noch das ganze Fahrerhaus neu lackieren um dem Rost Einhalt zu gebieten und diesen Farbmix aus diversen Bastelaktionen aus verschiedenen Jahrzehnten zu beseitigen. Für dieses Jahr spielt da vermutlich leider das Wetter nicht mehr mit. - Als wahrscheinlich letzte größere Malaktion in 2020 habe ich noch Front und Unterseite vom Alkoven gereinigt und gestrichen:
Wohnmobil Alkoven
Auch der Alkoven ist ohne Schmutzränder, Flecken und verblichene Farbe deutlich ansprechender
Ironischerweise habe ich jetzt den ganzen Aufbau neu gestrichen bis auf das Dach, welches ich mir nach dem Kauf eigentlich als Allererstes für dieses Jahr vorgenommen hatte.