Sumo-Roboter mit Lego

Eine kleine Bastelei als Blickfänger für junges Publikum auf den Science Days:
Sumo-Roboter auf Lego-Basis mit Arduino Nano
BasisplatteDie Basisplatte, welche die Motoren trägt, entstand am 3D-Drucker. Bei Gelegenheit stelle ich das 3D-Modell mal bei Thingiverse ein und lade die Quellcodes (ein Fork von genubot) bei Github hoch. Man bringt sich übrigens nicht in Schwierigkeiten, wenn man eigene Lego-kompatible Teile druckt oder die Modelldaten dazu veröffentlicht, da die Lego-Noppen eine technische Lösung sind, deren Patent in den 70ern ausgelaufen ist (siehe Wikipedia). Den "Lego"-Schriftzug auf den Noppen nachzumachen sollte man sich allerdings aus markenrechtlichen Gründen wohl verkneifen ...
Roboter im Testtraining für Sumo-Wettkampf (Video ca. 15 MB)

Lego Coin Harvesting Machine

Seit Kurzem bin ich Besitzer eines Tablet-PC. Mit Touch-Wischiwischi, Android, usw. Was mach' ich damit? Hauptsächlich daddeln natürlich! Nun gibt es da dieses Rennspiel - Hill Climb Racing. Bei diesem geht es darum, mit einem Fahrzeug auf verschiedenen Strecken möglichst weit zu kommen. Die Strecken werden zunehmend schwieriger, aber man kann im Spiel mit Münzen Fahrzeug-Upgrades und neue Strecken freischalten. Grundsätzlich gibt es genau drei Möglichkeiten an diese Münzen zu kommen:
  1. Münzen kaufen (gegen echtes Geld)
  2. Die Spielstandsdatei editieren
  3. Während dem Fahren Münzen einsammeln
Zu Option [1] sag ich nur: LOL! Na klar! Zumal es mit [2] die Möglichkeit gibt bei einem gerooteten Android einfach in der Datei /data/data/com.fingersoft.hillclimb/shared_prefs/hillclimbprefs.xml den Münzstand auf einen x-beliebigen Wert zu setzen. Ich habe es zwar in Erwägung gezogen, aber irgendwie fühlte es sich falsch an, einfach einen Wert in einer XML-Datei zu ändern um an Münzen zu kommen. Irgendwie ... zu trivial. Das muss auch anders gehen. Mit mehr Action. Am besten automatisch. Mit Strom. Und Lego! Ich präsentiere:

die Coin Harvesting Machine!!!

Coin Harvesting Machine
Das Prinzip ist denkbar einfach und funktioniert wie eine wasserradbetriebene Hammerschmiede. Ein Motor lässt einen Ausleger immer wieder auf das Touch-Display fallen und betätigt dadurch immer wieder das Gaspedal im Spiel, bzw. "Weiter" und "Start", um bei Spielende ein neues Rennen zu beginnen. Da es ein kapazitives Touch-Display ist, welches nicht auf Druck reagiert, habe ich mir einen künstlichen Finger gebastelt: von einem Latexhandschuh einen Finger abgeschnitten, mit Wasser gefüllt, zugeknotet, per Krokoklemmenkabel an Erdung angeschlossen und am Lego-Arm befestigt. Funktioniert.
Die Maschine in Aktion:
Zwar bleibt der Wagen regelmäßig nach recht kurzer Zeit mit leerem Tank liegen oder fällt auf's Dach - aber das macht ja nix. Geht ja gleich wieder von vorne los. Ich lasse das einfach ein paar Stunden laufen und freu' mich dann über haufenweise Münzen. Jetzt brauch' ich sowas noch für Bitcoins...